Spiralneigevorrichtung mit 180°-Drehbasis

📹 Videodemonstration: 180°-Drehspulen-Flipping

Videoanalyse – Betrieb der 180°-Drehbasis:

  1. Spulenbeladung (0:00–0:15) : Die Stahlspule wird mittels Kran oder Gabelstapler auf die Drehplattform aufgesetzt. Die Spuleninnenseite ist an den Auflagen der Plattform ausgerichtet.

  2. Spulenklemmung (0:15–0:30) : Hydraulische oder mechanische Arme greifen ein und fixieren die Spule am Außendurchmesser. Sicherheitssensoren bestätigen die korrekte Klemmung vor der Rotation.

  3. 180°-Drehung (0:30–0:50) : Die Drehbasis dreht die gesamte Spule um 180 Grad. Die gleichmäßige, kontrollierte Bewegung verhindert ein Verrutschen oder eine Beschädigung der Spule.

  4. Spulenentladung (0:50–1:00) : Die gedrehte Spule wird freigegeben und aus derselben Position wie beim Beladen entnommen. Kein Umpositionieren erforderlich.

Beobachtbare Leistung aus dem Video:

  • Drehwinkel: Volle 180 Grad
  • Lade-/EntladepositionGleicher Standort (keine Neupositionierung erforderlich)
  • ZykluszeitUngefähr 50-70 Sekunden pro Spule
  • PlatzbedarfKompakte Bauweise (Betrieb nur in einer Position)

Was ist ein Coil Tilter mit Drehsockel?

Ein Spulenkipper mit Drehfuß (auch Spulenwender mit drehbarer Plattform oder 180-Grad-Spulenwender genannt) dreht Stahlspulen, Drahtspulen oder Kupferspulen um 180 Grad, um deren Ausrichtung zu ändern.

Hauptmerkmal: 180°-Drehbasis

  • Die Spule wird be- und entladen. gleiche Position
  • Die Spule muss nach der Rotation nicht neu positioniert werden.
  • Ideal für beengte Einrichtungen

Technische Spezifikationen

Parameter Normen
Max Spulengewicht 5 – 50 Tonnen (anpassbar)
Spulen-Außendurchmesserbereich 800 - 2,500 mm
Spulen-ID-Bereich 450 – 750 mm (Standarddorn)
Spulenbreite 500 - 2,000 mm
Drehwinkel 0 – 180 Grad (programmierbar)
Rotationszeit 45 – 70 Sekunden (volle 180°)
Drive System Hydraulischer oder elektrischer Servo
Labor-Stromversorgungen 380V/50Hz/3Phase or 480V/60Hz/3Phase
Total Power 7.5 – 22 kW
Hydraulischer Druck 16 – 25 MPa (bei hydraulischen Anwendungen)
Bar Systeme SPS + HMI-Touchscreen
Sicherheitsvorrichtungen Not-Aus-Schalter, Sicherungsstifte, Überlastschutz
Stellfläche der Maschine ~3,500 mm × 3,000 mm × 2,500 mm
Gewicht der Maschine 4 – 12 Tonnen (je nach Kapazität)

Kernkomponenten

1. Drehbare Basisplattform

Merkmale:

  • Robuste, geschweißte Stahlkonstruktion
  • Bearbeitete Oberfläche für reibungslosen Spulenkontakt
  • Austauschbare Verschleißplatten (schützen die Spulenoberfläche)
  • V-Nut- oder Flachdesign (je nach Spulentyp)
Antriebsoptionen: Typ Beschreibung Am besten geeignet für
Hydraulischer Motor Hohes Drehmoment, gleichmäßige Rotation Schwere Spulen (>20T)
Elektrisches Servo Präzise Winkelsteuerung, energieeffizient Mittelgroße Spulen (<20T)
Gangschaltung Kostengünstig, zuverlässig Allgemeinzweck

2. Spulenklemmsystem

Klemmmethoden: Methodik Beschreibung Am besten geeignet für
Klemme mit Außendurchmesser Arme greifen Spule von OD Am häufigsten, universell
Innendurchmesser Dorn Aufweitender Dorn im Inneren der Spule Dünnwandige Spulen, Präzision
Seitliche Druckplatte Vertikale Platten von den Seiten Breite Spulen, zusätzliche Stabilität

Sicherheitsvorrichtungen:

  • Drucksensoren (korrekte Klemmung prüfen)
  • Mechanische Sicherungsstifte (zur Sicherung bei Rotation)
  • Überlastschutz (verhindert Schäden)

3. Steuerungssystem

Standardausstattung:

  • SPS (Siemens S7-1200, Mitsubishi FX oder Allen-Bradley)
  • 10″- oder 15″-HMI-Touchscreen
  • Voreingestellter Drehwinkel (0-180° einstellbar)
  • Zykluszähler
  • Fehlerdiagnose

Optional:

  • Fernbedienung
  • Fußpedalbedienung
  • Integration mit Förderband-/AGV-Systemen

Operativer Workflow: Schritt für Schritt

Phase 1: Spulenbeladung

Ein Brückenkran oder Gabelstapler platziert die Spule auf der Drehbasis. Der Bediener richtet den Spuleninnendurchmesser an den Basisstützen oder dem Dorn aus.

Wichtigster Punkt: Ladeposition = Entladeposition (keine Umpositionierung erforderlich)

Phase 2: Spulenklemmung

Der Bediener drückt den Klemmknopf. Hydraulische Arme oder mechanische Klemmen greifen ein und fixieren die Spule.

Sicherheitsprüfung: Sensoren bestätigen die korrekte Klemmung, bevor eine Drehung zugelassen wird.

Phase 3: 180°-Drehung

Der Bediener drückt den Drehknopf. Die Spule wird vom Sockel sanft um 180 Grad gedreht.

Rotationskontrolle:

  • Geschwindigkeit über HMI einstellbar
  • Sanfter Start/Stopp (verhindert Spulenverschiebung)
  • Winkelgenauigkeit ±1 Grad

Phase 4: Entklemmen der Spule

Nach Abschluss der Drehung lösen sich die Klemmen. Die Sicherheitsstifte fahren ein.

Phase 5: Spulenentladung

Ein Kran oder Gabelstapler entnimmt die Spule von derselben Position , an der sie verladen wurde.

Vorteil: Die Spule muss zum Entladen nicht an eine andere Station transportiert werden.


180°-Drehbasis im Vergleich zu herkömmlichem Neigemechanismus

Funktion Traditioneller Kippmechanismus 180°-Drehbasis
Ladeposition Position A Position A
Entladeposition Position B (anders) Position A (gleich)
Platz benötigt Größer (2 Positionen) Kompakt (1 Position)
Bewegung des Bedieners Gehen Sie auf die andere Seite Am selben Ort bleiben
Zykluszeit 60-90 Sekunden 45-70 Sekunden
Bodenfläche ca. 5 m × 4 m ca. 3.5 m × 3 m

Wichtigste Vorteile

Vorteile Auswirkungen
Platzsparend Betrieb in einer Position (ideal für beengte Platzverhältnisse)
Bedienereffizienz Kein Umpositionieren zwischen Be- und Entladung
Sicherheit Der Bediener bleibt während des gesamten Zyklus in der Sicherheitszone.
Flexibilität Drehwinkel einstellbar (nicht auf 180° begrenzt)
Reduzierte Handhabung Die Spule bleibt an einem Ort
Schnellerer Zyklus Keine Zeitverschwendung durch bewegliche Spule zwischen den Stationen

Industrieanwendungen

Stahlservicezentren (35 %)

  • ProdukteWarm-/kaltgewalzte Stahlcoils, verzinkte Coils
  • Coil Gewicht: 10-40 Tonnen typisch
  • Luftüberwachung: Spulenausrichtung für Schneid-/Stanzlinien ändern

Draht- und Kabelhersteller (25 %)

  • ProdukteStahldrahtspulen, Kupferdrahtspulen
  • Coil Gewicht1-10 Tonnen
  • Luftüberwachung: Spulen für Abwickel-/Aufwickelvorgänge umdrehen

Rohr- und Leitungswerke (20%)

  • ProdukteStahlbandspulen für die Rohrformung
  • Coil Gewicht5-25 Tonnen
  • LuftüberwachungSpulen für die Abwickelvorrichtung ausrichten

Aluminiumverarbeitung (15 %)

  • ProdukteAluminiumspulen, Folienvorrat
  • Coil Gewicht3-15 Tonnen
  • LuftüberwachungZum Glühen oder Schlitzen umdrehen

Kupfer und Messing (5%)

  • ProdukteKupferbandspulen, Messingspulen
  • Coil Gewicht2-10 Tonnen
  • LuftüberwachungAusrichtung für präzises Stanzen

Wartungsplan

Komponente Intervall Aufgabe
Drehlager Wöchentliche Schmieren, auf Verschleiß prüfen
Hydrauliksystem Monatlich Flüssigkeitsstand prüfen, Schläuche überprüfen
Klemmarme Monatlich Bremsbeläge prüfen, Druck kontrollieren
Sicherheitssensoren Monatlich Not-Aus-Schalter prüfen, Funktion verifizieren
PLC-Batterie 2-3 Jahre Ersatzbatterie
Strukturschrauben 6 Monate Drehmoment prüfen, nachziehen

MTBF : 10,000-15,000 Betriebsstunden für Kernkomponenten; Mittlere Reparaturzeit (MTTR) : <2 Stunden für häufige Fehler


Häufig gestellte Fragen

F: Was ist der maximale Drehwinkel?

A: Standardmaschinen lassen sich um 0–180 Grad drehen. Kundenspezifische Modelle können sich für spezielle Anwendungen bis zu 360 Grad drehen. Die meisten Anwender benötigen für die Spulenausrichtung lediglich 180°.

F: Kann die Maschine Spulen unterschiedlicher Größe verarbeiten?

A: Ja. Drehsockel und Spannarme sind verstellbar. Standardmaschinen verarbeiten Spulen mit einem Außendurchmesser von 800–2,500 mm und einem Innendurchmesser von 450–750 mm. Für Sondergrößen sind kundenspezifische Dorne erhältlich.

F: Wie wird die Spulenoberfläche während der Rotation geschützt?

A: Die Kontaktflächen sind mit austauschbaren Verschleißplatten (Nylon, Polyurethan oder gummiert) ausgestattet. Diese schützen die Spulenoberfläche vor Kratzern. Für empfindliche Materialien (Aluminium, Kupfer) ist eine zusätzliche Schutzpolsterung erhältlich.

F: Ist die Maschine mit automatisierten Systemen kompatibel?

A: Ja. Standardmodelle verfügen über SPS-E/A zur Integration mit Krananlagen, AGVs oder Fördersystemen. Die Kommunikation erfolgt über potentialfreie Kontakte oder Feldbus (Profinet, EtherNet/IP).

F: Welche Sicherheitsfunktionen sind enthalten?

A: Zur Standardausstattung gehören folgende Sicherheitsmerkmale:

  • Not-Aus-Taster (an mehreren Standorten)
  • Sicherheitsnadeln (mechanische Sicherung bei Rotation)
  • Überlastschutz (hydraulische Überdruckventile)
  • Sicherheitssensoren (korrekte Klemmung prüfen)
  • Warnleuchten/Alarme (während der Rotation)

Relevante Unterlagen